Zwei Wochen?🥺 VIER Wochen?😲 NEUN WOCHEN?!? 😱😵

Die Wörter “Riss im Meniskus” und die Aussicht auf eine Operation verfolgten mich in meinen Träumen. Nun gut, hilft ja nichts, ...

Zwei Wochen?🥺 VIER Wochen?😲 NEUN WOCHEN?!? 😱😵

Die Wörter “Riss im Meniskus” und die Aussicht auf eine Operation verfolgten mich in meinen Träumen. Nun gut, hilft ja nichts, also erneuter Termin beim Orthopäden und den OP Termin festgelegt. Es hieß, dass ich voraussichtlich eine Woche mit Krücken laufen werde und nach zwei Wochen wieder arbeiten gehen könnte. Für mich hörte sich das alles auf jeden Fall nach “ist gar nicht so wild” an und ich war verhalten optimistisch, dass ich schon bald wieder im Wald auf den Joggingstrecken unterwegs sein würde. Zwei Wochen krankgeschrieben - das ging ja gerade noch und war beruflich wie privat (für meine Tätigkeit beim Eishockey) verschmerzbar - dachte ich.
Der erste Zweifel, dass es vielleicht doch nicht hinhaut, kam mir im Aufwachraum nach der OP als mir - noch mit reichlich vernebeltem Gehirn - die Unterarmgehstützen (schönen Gruß an Herrn Fink 😋) mit den Worten “hier, die brauchen sie jetzt mindestens 4 Wochen” übergeben wurden. Vier Wochen? Moment mal! Aufgeklärt wurde ich dann am Tag darauf bei der Post-OP Besprechung:
Direkt bei der OP wurde entschieden, dass der Riss komplett genäht werden konnte, anstatt teilweise den geschädigten Meniskus zu entfernen. Das war zwar eine verdammt gute Nachricht für mich, da so der Meniskus und somit der Stoßdämpfer des Knies komplett erhalten werden konnte, aber es bedeutete auch, dass der Heilungsprozess deutlich länger braucht, nämlich für den Hauptteil mindestens 9 Wochen! Auweia!
Noch am gleichen Tag der Post-OP-Besprechung, also einen Tag nach dem Eingriff begann ich mit der Krankengymnastik. Das war natürlich erstmal Lymphdrainage und Bewegungstraining. Ich hatte eine Schiene mit 20 Grad Winkel, Unterarmgehstützen und durfte das Bein maximal mit 10kg belasten. Ich war also weitestgehend eingeschränkt was große Aktivitäten betraf.

Ich konnte somit meinen Oberschenkelmuskeln bzw. allen Muskeln im rechten operierten Bein beim Schrumpfen zusehen. Es ist faszinierend und erschreckend zugleich wie schnell die Muskeln abbauen, wenn sie nicht mehr genutzt werden.
Durch meine Aktivität beim Eishockey kam ich dann mit Herrn Motsch in Kontakt. Elithera Therapie und Training Neckarturm organisieren das Athletiktraining der Falken und sind dort auch als Physio- und Sporttherapeuten wichtiger Partner. Herr Motsch legte mir in einem Gespräch eine japanische Trainingsmethode nahe, mit der die Muskeln schonend aufgebaut und erhalten werden können. Muskeln aufbauen und erhalten trotz riesiger Schiene und kaum Bewegungsmöglichkeit? Kann sowas wirklich funktionieren, braucht der Muskel nicht maximales Gewicht und Auslastung, um sich aufzubauen? Es klang fast zu einfach, aber für mein Ziel wollte ich das unbedingt versuchen.

Lest demnächst in der Blog-Serie: Zauberei 🧙‍♂️? Nein, Hilfe zur Selbsthilfe 🐱‍🏍